Berufsausbildung

im Seniorenzentrum St. Suitbertus (Rheinbrohl)

Ein sozialer Beruf mit Zukunft und Perspektive: Examinierte Altenpflegefachkräfte und Altenpflegehilfskräfte sind gefragter denn je und auch in Zukunft wird qualifiziertes Altenpflegepersonal gesucht. 

Die Ausbildung in der Altenpflege deckt u.a. die Themenbereiche behandlungspflegerischer Tätigkeiten (z.B. das Verabreichen von Medikamenten oder das Anlegen von Wundverbänden), der Körperpflege und dem Erlenen von Dokumentationsaufgaben ab.

In unseren Einrichtungen legen wir zudem besonderen Wert auf die Schulung der sozialen und zwischenmenschlichen Fertigkeiten unserer Auszubildenden, die für eine professionelle Pflege unerlässlich sind.  

Unterschiede in der Ausbildung zur Altenpflegehilfskraft und zur Altenpflegefachkraft:

Die Altenpflegehilfskraft

Die Berufsausbildung zur Altenpflegehilfskraft dauert in der Regel ein Schuljahr. Hier werden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine qualifizierte Mitwirkung bei der Betreuung, Versorgung und Pflege gesunder und kranker älterer Menschen erlernt. Im Bereich der köpernahen Pflege lernen Sie z.B., wie Sie Hilfe- und Pflegebedürftige im Alltag unter anderem bei der Körperpflege oder der Nahrungsaufnahme unterstützen. Aber auch die Freizeitgestaltung älterer Menschen wird in der Ausbildung berücksichtigt. Letzten Endes befähigt die Ausbildung  dazu, insbesondere pflegerische und soziale Aufgaben unter Anleitung einer Pflegefachkraft wahrzunehmen.  Die Ausbildung besteht aus 800 Stunden theoretischem und praktischem Unterricht an einer Fachschule für Altenpflegehilfe und 850 Stunden praktischer Ausbildung in unserer Einrichtung der Altenhilfe. Die Lerninhalte entsprechen dem  ersten Ausbildungsjahr für den Bildungsgang der Altenpflegefachkraft. An den meisten Fachschulen werden die Schüler der Altenpflegehilfe gemeinsam mit den Schülern des ersten Lehrjahres der Altenpflege unterrichtet. Nur selten werden die Ausbildungsgänge separat unterrichtet.

Die Altenpflegefachkraft

Die Berufsausbildung zur Altenpflegefachkraft dauert in der Regel drei Schuljahre. Das erste Schuljahr wird gemeinsam mit den Auszubildenden der Altenpflegehilfe unterrichtet und hat somit dieselben Inhalte. Des Weiteren  werden die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine selbstständige und eigenverantwortliche Pflege einschließlich der Beratung, Begleitung und Betreuung gesunder und kranker älterer Menschen vermittelt. In dieser Ausbildung werden die Facetten einer sach- und fachkundigen Pflege gelehrt, die aus eigener Verantwortung zu leisten ist. Aber nicht nur auf die körperliche Pflege wird Wert gelegt, auch die sozialen und seelischen Bedürfnisse sowie die Freizeitgestaltung der älteren Menschen rücken in den Fokus. Außerdem bereitet die Ausbildung Sie darauf vor, Maßnahmen der Behandlungspflege zu übernehmen. Hierunter fallen z.B. das Versorgen von Wunden, das Verabreichen von Injektionen, Kontrolle der Vitalzeichen (z.B. des Blutdrucks) und vieles mehr. Für die Ärzte und Ärztinnen dient die Pflegefachkraft als wichtiger Ansprechpartner, wenn es zum Beispiel um die bestmögliche Medikation geht. Die Ausbildung zur Fachkraft besteht aus 2100 Stunden theoretischem und praktischem Unterricht und 2500 Stunden praktischer Ausbildung in unserer Pflegeeinrichtung.

Der Ablauf der Ausbildung:

Die Ausbildung findet teils in der Schule und teils in der Pflegeeinrichtung statt. Unsere Einrichtungen kooperieren mit verschiedenen Fachschulen für die Altenpflege:

  • Alice Salomon Schule Linz / Neuwied
  • Berufsbildende Schule des Landkreis Ahrweiler  
  • Julius- Wegeler- Schule Koblenz

Der Unterricht an den jeweiligen Schulen wird unterschiedlich gestaltet. Entweder findet an festgelegten Wochentagen wöchentlich Unterricht statt oder es wird Blockunterricht angeboten. In der unterrichtsfreien Zeit sind die Auszubildenden im Praxiseinsatz in unserer Pflegeeinrichtung. Selbstverständlich steht den Auszubildenden auch Erholungsurlaub zu.

Während ihrer Praxiseinsätze werden die Auszubildenden in unserer Einrichtung engmaschig von der Praxisanleitung betreut. Sie begleitet die Schüler in der Pflege, zeigt ihnen neuerlernte Tätigkeiten und gestaltet Lern- und Schülergruppen. Die Praxisanleitung arbeitet mit den jeweiligen berufsbildenden Schulen zusammen und orientiert sich in der Praxis am erfolgten Unterricht. Die Auszubildenden zur Altenpflegehilfe werden im 2. Halbjahr des ersten Schuljahres auf ihre Abschlussprüfung vorbereitet.

Im zweiten Ausbildungsjahr stehen für die Auszubildenden zur examinierten Fachkraft zwei Außenpraktika an. Beide Außenpraktika haben einen Umfang von 300 Stunden. Ein Praktikum findet auf unserem speziellen Gerontowohnbereich für demente Bewohner statt, das zweite Praktikum muss in einem ambulanten Pflegedienst absolviert werden.

Im dritten Lehrjahr finden schließlich die Vorbereitung und die Durchführung der Abschlussprüfung statt. Die Abschlussprüfung besteht in beiden Ausbildungsgängen aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. Die Praxisanleitung bereitet die Schüler explizit durch Lernaufgaben und Lerngruppen, sowie Prüfungssimulationen auf diesen Abschluss vor.

Voraussetzungen für die Ausbildung:

Für die Ausbildung zur Altenpflegehilfskraft:

  1. Abschlusszeugnis der Berufsreife oder eines anderen gleichwertigen Schulabschlusses
  2. Nachweis einer beruflichen Vorbildung: z.B. eine mindestens einjährige praktische Tätigkeit oder ein freiwilliges soziales Jahr in einer sozialpflegerischen Einrichtung der Altenhilfe (Wir bieten solche Praktika an)
  3. Ärztliche Bescheinigung, dass Sie den Beruf ausüben dürfen
  4. Die Vollendung des 16. Lebensjahres

Für die Ausbildung zur Altenpflegefachkraft:

  1. Mindestens einen Realschulabschluss oder die abgeschlossene Ausbildung zum Altenpflegehilfskraft
  2. Ärztliche Bescheinigung, dass Sie den Beruf ausüben dürfen
  3. Die Vollendung des 16. Lebensjahres
  4. Ein zuvor absolviertes Pflegepraktikum ist ratsam aber nicht unbedingt nötig

Vergütung: 

Natürlich wird die Ausbildung auch vergütet. Diese staffelt sich ab dem 01. Januar 2019 wie folgt:

Lehrjahr

Vergütung

Erstes Ausbildungsjahr

1064,91 Euro (Altenpflegehilfskraft)

1140,69 Euro (Altenpflegefachkraft)  

Zweites Ausbildungsjahr

1202,07 Euro

Drittes Ausbildungsjahr

1303,38 Euro

 

Als ausgebildeter Altenpflegehelfer erhalten Sie in unseren Einrichtungen im ersten Berufsjahr ca. 2200 Euro und als examinierte Fachkraft erhalten Sie im ersten Berufsjahr ca. 2800 Euro. Die Gehälter sind abhängig von der Entwicklung des AVR- Tarifs. Hinzu kommen, abhängig von den Arbeitszeiten, eine Schichtzulage sowie Zeitzuschläge für Nachtarbeit oder Dienste an Sonn- und Feiertagen.

Fort- und Weiterbildung:

Nach der Ausbildung zur Pflegefachkraft stehen Ihnen noch viele weitere Wege offen. In unterschiedlichsten Fort- und Weiterbildungen können Sie sich in vielen Fachbereichen zusätzlich qualifizieren. Die Dernbacher Gruppe Katharina Kasper, der unsere Einrichtungen angehören, verfügt aus diesem Grund über eine eigene Akademie. Dort können die verschiedensten Fort- und Weiterbildungen besucht werden. So kann man sich z.B. zur Wohnbereichs- oder Pflegedienstleitung, zur Palliativ-Fachkraft oder im Bereich der Demenz oder Ethik fort- bzw. weiterbilden.

Generalistische Ausbildung:

Mit der „Generalistischen Pflegeausbildung“ ist eine neue, allgemeinere Pflegeausbildung gemeint, welche die bisherigen Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege miteinander verbindet. Mit den neuen Berufsabschlüssen „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“ können die Absolventen in allen Pflegebereichen tätig werden. Geregelt ist die generalistische Ausbildung im Pflegeberufereformgesetz, das im Juni 2017 vom Bundestag beschlossen wurde. Die neue generalisierte Ausbildung startet zum Januar 2020. In den ersten beiden Ausbildungsjahren werden alle Auszubildenden gemeinsam unterrichtet. Im dritten Jahr gibt es die Möglichkeit, die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann fortzusetzen oder die Pflegeausbildung auf einen Pflegebereich zu spezialisieren und mit den bekannten Abschlüssen in der Kinderkranken- oder Altenpflege zu vollenden.

Bewerbung:

Bei der Bewerbung ist zu beachten, dass diese zweigeteilt ablaufen muss. Eine Bewerbung muss an die jeweilige Berufsbildende Schule geschickt werden und eine Bewerbung an die praktische Einrichtung. Bewerbungsschluss ist grundsätzlich immer der 1. März eines jeden Jahres.

Die Bewerbung sollte enthalten:

  1. Ein Bewerbungsanschreiben
  2. Ein Lebenslauf mit Bewerbungsfoto
  3. Schulabschlusszeugnis (oder vorheriges Halbjahreszeugnis) und ggf. die Dienst- und Arbeitszeugnisse vorheriger Arbeitgeber
  4. Ggf. Nachweise von Praktika oder Zusatzqualifikationen

Haben Sie weitere Fragen zu den Ausbildungsgängen der Altenpflegehilfskraft und Altenpflegefachkraft? Kontaktieren Sie bitte unsere Praxisanleiterin Eva Müller.

Bewerbungen richten Sie bitte direkt an unsere Einrichtungsleiterin  Anette Scholl.

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Eva Müller

› Praxisanleitung
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